Kirche zu den Wundmalen des Hl. Franziskus

  In der Türkenzeit stand auf der Stelle dieser Kirche eine Moschee mit einem Derwischkloster. Nach der Befreiung von Buda (1686) bekamen die bosnischen Franziskaner diese Gebäude zum Dank ihrer Seelsorgetätigkeit während der Türkenbesatzung. Die Gebäude wurden vorerst renoviert und man hat eine provisorische Kirche errichtet. Das Kloster wurde stufenweise mit Seminar, theologischer Hochschule ausgebaut und mit einer reichen Bibliothek erweitert. d

Die heutige Barockkirche begann Jakab Hans im Jahre 1731 zu bauen; der Turm ist erst 1739-41 errichtet worden. Ein Franziskaner-Bischof aus Bosnien, namens Károly Zbisko weihte die Kirche zu Ehren der Wundmale des Hl. Fanziskus ein.

Beschreibung der Kirche

  Die Fassadenskulpturen stammen noch aus den Franziskanerzeiten. In der mittleren Nische steht die Immaculata Statue, rechts und links sind die Statuen vom Hl. Franziskus und vom Hl. Antonius zu sehen. Auf dem Tor ist das Franziskanerwappen zu sehen.

Innenraum: Am Eingang, auf der Säule des rechten Weihwasserbeckens weist eine Tafel auf das Niveau des Hochwassers von 1838 hin. Die Grundrissform der einschiffigen Barockkirche ist rechteckig. Der Innenraum ist mit böhmischem Gewölbe überspannt..Die Wandgemälde sind im 2. Weltkrieg zugrundegegangen. Ein Triumphbogen bindet das schmälere Presbyterium mit dem Schiff zusammen. Die Fresken der Apsis sind von Ferenc Innocent und Károly Beder im Jahre 1890 gemalt worden. Das Hochaltarbild stellt die Stigmatisation vom Hl. Franziskus dar; rechts und links stehen die Statuen von Petrus und Paulus; Engelfiguren halten die Attribute des Martyriums beider Apostel.

In der Kirche gibt es 8 Seitenaltäre. Die Barockkanzel wurde unter der Leitung des Franziskaners Jozsef Kranovetter von hiesigen Ordensmitgliedern errichtet. Die im Spätbarockstil geschnitzten Bänke stammen ebenfalls aus der Klosterwerkstatt. Die Reliefs stellen die Geschichte vom Hl. Franziskus und seines Ordens dar. Vier davon lassen Selbstbildnisse der Künstler entdecken.

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Budapest

  Laut der Verordnung des Kaisers Josef II. haben die Franziskaner 1785 das Ordenshaus und die Kirche der aufgelösten Augustiner auf der Landstraße (heute: Margit körút) übernommen. Das frühere Franziskaner-Kloster (rechts von der Kirche) bekamen die Elisabeth-Ordensschwestern. Die Nonnen kamen aus Wien und errichteten ein Krankenhaus mit 60 Betten. 1785-1787 wurde das Kloster nach den Plänen von Jozsef Tallherr umgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Kloster noch einen Erweiterungsflügel. Links von der Kirche wurde ein zweistöckiger Teil im frühklassizistischen Stil errichtet, wo ein Asyl eingerichtet wurde. Der Geldgeber, István Marczibányi und seine Gemahlin ruhen in der Krypta unter der Kirche.

Im Jahre 1891 ließ die Hauptstadt eine neue Turmspitze (der Hl. Anna Kirche ähnlich) anstatt des früheren Pyramidendaches anbringen. Im 2. Weltkrieg wurde der gesamte Baukomplex schwer beschädigt. Die langjährige Renovierung ist erst im Jahre 1977 vollendet worden.

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